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Herder

"Abhandlung"

"Noch eins. Wenn gar an solchen kühnen Wortkämpfen, an solchen Versetzungen der Gefühle in einen Ausdruck, an solchen Durch-kreuzungen der Ideen ohne Regel und Richtschnur – gewisse feine Begriffe eines Dogma, eines Systems kleben – oder daran geheftet werden – oder daraus untersucht werden sollen – Himmel! wie wenig waren diese Wortversuche einer werdenden oder früh gewordnen Sprache Definitionen eines Systems, und wie oft kommt man in den Fall, Wortidole zu schaffen, an die der Erfinder oder der spätere Gebrauch nicht dachte! – Doch solche Anmerkungen wären unendlich; ich gehe zu einem neuen Kanon."

Be-Wunderer

Arno Schmidt

aus: "Herder oder vom Primzahl=Menschen"

"Wenn sich der geliebte Lehrer (gemeint ist Kant) im Alter verirrte? Dann greift Herder ein: er verteidigt das Recht der Erfahrung gegen den Diktator, der

'von dem unzulänglichen Material, das die dürftigen Sinnesorgane des Lebewesens eines Kleinplaneten liefern, behaupten will, es handle sich um Baugesetze des Weltalls!'"

"Was für Finessen sind nicht ebensowohl in die 'Metakritik' wie in die Unzahl seiner kleineren Abhandlungen eingeflossen! Etwa wenn er die Grenzen der menschlichen Erkenntnis auch durch die Grenzen der sprachlichen Möglichkeiten zu messen dringend empfiehlt - eine Stelle, auf der 100 Jahre später Nietzsche aufbaute, in 'Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinne'; Beide echte Vorläufer Wittgenstein.

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